Ein paar Worte zum First Flush 2020

Tee ist ein Naturprodukt und als solches Wind und Wetter ausgesetzt. Niederschlagshäufigkeit und -menge, Sonnenscheinstunden und Temperaturen beeinflussen Wachstum, Geschmack und Aroma der Teeblätter. In der Teemanufaktur wird die Witterung berücksichtigt und die Dauer des Welkens, Rollens und Fermentierens entsprechend angepasst, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. So schmeckt ein First Flush immer wie ein First Flush, unterscheidet sich aber dennoch von Jahr zu Jahr. Wie beim Wein gibt es auch beim Tee Jahrgänge, die eher als guter Durschnitt gelten, und andere, die als herausragend in Erinnerung bleiben.

Dieses Jahr waren die Wetterumstände für die First Flush-Ernte bilderbuchmäßig, es hat geregnet, wenn man Niederschlag brauchte, und es gab genug Sonnenschein, der das Sprießen der Blätter begünstigte. Die Frühjahrspflückung findet über einen längeren Zeitraum statt, der sich von Ende Februar bis Ende April erstreckt. In den tiefer gelegenen Lagen beginnt die Ernte früher, und in den höher gelegenen Gärten, in denen das Wachstum der Blätter aufgrund der kühleren Temperaturen langsamer vonstattengeht, setzt sie erst etwas später ein. Leider kam es in diesem perfekten Moment zum Lockdown, und viele dieser frühen First Flush-Tees, die eine besonders helle Tasse hervorbringen, konnten deshalb in den hoch gelegenen Teegärten nicht geerntet und produziert werden. Aus diesem Grund gibt es für die Gesamtmenge an First Flush in diesem Jahr einen Verlust von 15 Prozent zu beklagen. Der First Flush 2020 schmeckt zwar, wie ein First Flush schmecken soll, nämlich leicht und blumig mit dem typischen „Biss“ – einer leicht adstringierenden Note -, aber in der Tasse sieht er dunkler aus als der First Flush der beiden vorangegangenen Jahre.

Darjeeling First Flush 1000g

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